Erstmals in Ö: Sozialministerium eilt Schweizer Franken Kreditnehmern zur Hilfe

Banken haben sich bereit erklärt, Konvertierungen von Frankenkrediten in den Euro auf Wunsch der KundInnen kostenfrei bis Ende Februar 2015 rückgängig zu machen.

Sozialministerium setzt sich für FW-Kreditnehmer ein
Die auf Einladung des Sozialministeriums mit den Banken erfolgten Gespräche zu den Schweizer Frankenkrediten zeigten nun erste Ergebnisse. Primär – weil am dringendsten – ging es um die Stop-Loss Vereinbarungen. Die Banken haben sich bereit erklärt, solche Konvertierungen von Frankenkrediten in den Euro auf Wunsch der KundInnen kostenfrei bis Ende Februar 2015 rückgängig zu machen.

Auch wir im ÖISG begrüßen diese Einigung, es zeigt das es der österreichischen Regierung nicht egal ist, wenn solche – teilweise für manche Familien fatale Entscheidungen  – passieren. Vielen Kreditnehmern die solche Stop-Loss Limits gesetzt hatten waren nicht darüber informiert, dass dieses Limit in so einem speziellen Fall erst so spät reagiert. Nach Rücksprache mit einigen Banken, haben wir schon die Bestätigung erhalten, dass die Kunden wieder zurück im CHF sind. Sollte Ihre Bank das nicht tun, dann verweisen Sie auf die Mitteilung des BMASK .

In mehreren hundert Fällen in Österreich gab es solche Vereinbarungen, dass bei einem Kurslimit von knapp unter 1,2 der Frankenkredit in Euro umgewandelt werden soll. Aber entgegen der Annahme der meisten KonsumentInnen bedeutete das rund um den 15. Jänner 2015, dass der nächstmögliche Umstiegskurs rund um 1:1 lag. Die Frankenkredite wurden also fast 20 Prozent unter den Erwartungen der KonsumentInnen in Euro konvertiert.

Risiko des Wiedereinstiegs muss beachtet werden

Hinzuweisen ist allerdings darauf, dass sich KundInnen mit einem solchen Schritt wieder dem Risiko aussetzen, Opfer weiterer Währungsschwankungen zu werden. Deshalb muss dies gut abgewogen und sorgfältig überlegt werden. Konkret sollte also mit einem neutralen Berater Kontakt aufgenommen werden. Wir empfehlen jedenfalls vor einer Entscheidung den Kontakt zum „gewerblichen Vermögensberater“, Sie finden diese unter www.noe-finanzdienstleister.at !

Im letzten Formatartikel (Format.at am 21.01.15) rät Dr. Peter Kolba vom VKI folgendes: Besonders wichtig in der aktuellen Phase: „Lassen Sie sich nicht von der Bank überreden irgendetwas in dieser Hinsicht zu unterschreiben. Darin könnte enthalten sein, dass alle wechselseitigen Ansprüche erloschen sind.“ Kolba rät deshalb:
„Wenden Sie sich bei Problemen mit Fremdwährungskrediten nicht vertrauensvoll an ihre Bank und lassen sich so in den nächsten Fehler treiben. Gehen Sie besser zu einem Anwalt.“

Wir vom ÖISG meinen: „Gehen Sie besser zum ÖISG“

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